Internationaler Trainingskurs FESS

10 Jahre Internationaler Trainingskurs für Nasen-Operationen in Leipzig
Vom 16. bis 18. Januar wird Leipzig zum 10. Mal Treffpunkt der Top-Chirurgen von Nase und Nasennebenhöhlen aus aller Welt. Hier muss auf zahlreiche Nerven und Gefäße geachtet werden, grenzen Auge und Hirnhaut an und ist der Zugang besonders eng. Mit Hilfe von millimeterkleinen Kameras und Navigationssystemen können die meisten Operationen inzwischen ohne Schnitt von außen, ohne Tamponade und teilweise sogar ohne Krankenhausaufenthalt erfolgen. Das Team um den Leipziger HNO-Chirurgen Prof. Gero Strauss hat dafür vor mehr als 15 Jahren Grundlagen geschaffen. Die Navigationssysteme sind aus einer Kooperation zwischen Leipzig und dem schwäbischen Tuttlingen entstanden und inzwischen an mehr als 150 Standorten weltweit im Einsatz. „Noch vor 10 Jahren war es unvorstellbar, dass der Chirurg ein Instrument ohne direkte Sichtkontrolle allein mit Hilfe von Navigationstechnik steuert.“, so Strauss. „Heute ist das Verfahren tausendfach erfolgreich im Einsatz.“.


Der 10. Leipziger FESS Trainingskurs bringt traditionell Mediziner aus aller Welt zusammen, um an 3 Tagen Erfahrung auszutauschen und am Simulator zu trainieren. In diesem Jahr ist Prof. Daniel Simmen (Schweiz) Ehrengast und wird über die von ihm entwickelte Technik der Stirnhöhleneröffnung berichten. Und auch technisch gibt es Neues: ein OP-Computer weist nicht nur den geplanten Weg, er kann Abweichungen erkennen und sogar Empfehlungen aus dem Wissen der gesammelten Profi-Erfahrungen geben. „Ganz vorsichtig macht sich die Chirurgie Methoden zu Nutze, die in anderen Bereichen lange etabliert sind. Die Hilfestellung durch ein Expertensystem gibt dem Chirurg jedenfalls ein ganzes Stück mehr Sicherheit“, so Strauss weiter, der inzwischen mit seinem Team auf mehr als 10.000 Nasennebenhöhlen-Eingriffe an der ACQUA Klinik Leipzig zurückschauen kann.

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