Middle Ear Course 2016 – Ein Interview mit Dr. Robert Vincent (Frankreich)

Im Rahmen unseres jährlichen Trainingskurses „Middle Ear Surgery“ reiste Dr. Robert Vincent aus Frankreich inzwischen das vierte Jahr in Folge nach Leipzig.
Er gehört zu dem kleinen Kreis von Ohrchirurgen, die mehr als 6.000 Mittelohroperation persönlich durchgeführt haben. Grund genug, ihn nach seinen Erfahrungen und Eindrücken zu fragen.
Dr. Vincent, warum widmen Sie dem Training anderer Chirurgen so viel Ihrer Zeit?
Es ist sehr wichtig, die neue Generation von HNO-Chirurgen zu unterstützen. außerdem ist es wunderbar neue Menschen und Kollegen aus der ganzen Welt zu treffen, um gemeinsam voneinander zu lernen.
Was schätzen Sie an den Leipziger IRDC-Trainingskursen?
Die Kombination aus Vorträgen, Übungen im Simulator und Live-Operationen. Die Atmosphäre ist wissenschaftlich und zugleich freundschaftlich über alle Grenzen und Kulturen hinweg. Die hier entwickelte und eingesetzte Technik im OP-Saal ist einzigartig und wegweisend. Beeindruckend ist der OP-Simulator, der eine Ohroperation ganz ohne den Einsatz von anatomischen Präparaten erlaubt. Hier in Leipzig trifft sich die künftige Elite der internationalen Ohrchirurgie.
Auch Sie haben in Beziers an der französischen Mittelmeerküste ein einzigartiges Zentrum für Ohrchirurgie aufgebaut. Gibt es weitere Beziehungen nach Leipzig?
Leipzig ist eine großartige Stadt, voller Geschichte, besonders mit seiner Tradition der klassischen Musik durch J.S. Bach. Ich habe vor 31 Jahren ein klassisches Musikfestival an der Côte d'Azur, in Provence, ins Leben gerufen – es heißt: Nuits Musicales de Mazaugues. Viele großartige Solisten und Orchester haben hier bereits gespielt, ebenso das Kammerorchester des Gewandhauses. Somit ist es für mich eine besondere Freude, nach Leipzig zu reisen.

« Zurück