Trainingskurs „Aesthetic-functional surgery of the face and nose“, 11.-12. September 2015

Kann man heute das Ergebnis einer Schönheitsoperation im Gesicht im Voraus simulieren? Ist dieser Plan im OP-Saal so umsetzbar? Die steigende Nachfrage nach Korrekturen an Nase und Gesicht führt auch zu einer Weiterentwicklung dieses speziellen Bereichs der Chirurgie. Am Leipziger Entwicklungszentrum für Technologie in der Chirurgie, IRDC, hat dafür eine Arbeitsgruppe ein Projekt in die Anwendung geführt, das inzwischen am Patienten eingesetzt wird. Mit 6 hochauflösenden Kameras wird ein 3-D-Bild des Patienten erstellt, mit Atlasdaten vermessen und mit einem Idealgesicht verglichen. Gemeinsam mit dem Patienten werden dann die einzelnen Veränderungen, z.B. eine Verkleinerung der Nasenspitze oder die Straffung der Augenlider, simuliert und gespeichert. Diese Planung wird in den OP-Computer übernommen und so in die Operation übertragen. Der Operateur kann sich am Wunschergebnis orientieren und vom Navigationssystem Unterstützung einholen. „Die Kombination zwischen dem Planungssystem und der Umsetzung im OP-Saal ist neu und wird sowohl von Chirurgen als auch Patienten sehr gut angenommen“, so Dr. Nuschin Bahrami-Foerster, Leiterin des Fachbereich ACQUA Medical Aesthetic und Entwicklungspartnerin des IRDC. Am 11. und 12. September fand der erste internationale Trainingskurs mit Teilnehmern aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und Tschechien zu dieser Technik statt. Vor allem die Verschönerung der äußeren Nase und deren Funktionsverbesserung standen im Mittelpunkt des Interesses. Prof. Daniel à Wengen (Schweiz) und Prof. Gero Strauss (Leipzig) haben unter anderem Implantate zur Verbesserung der Nasenatmung und minimal-invasive Verfahren an der Nase vorgestellt. Neue Methoden zu Verjüngung der Haut, wie JetPeel oder Plasma Lift rundeten den Trainingskurs ab.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Daniel à Wengen während der Simulationsübungen mit zwei Teilnehmern.

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