Einführung eines Surgical Recorder

Im chirurgischen Cockpit des ORx, wurde Anfang Juni 2015 der Surgical Recoder eingeführt. Das in Kooperation mit KARL STORZ entwickelte Gesamtsystem zeichnet kontinuierlich 2 Videosignale aus dem Cockpit, die Daten des OP-Computers, des Navigationssystems und die Gespräche zwischen den Mitgliedern des Teams auf.

„Damit stellen wir sicher, jede Operation ohne Einschränkungen auch im Nachhinein auswerten zu können.“ , erläutert Iris Gollnick, die das Projekt im Auftrag des Leipziger Entwicklungsunternehmens IRDC leitet. Nicht nur im Falle außergewöhnlicher Ereignisse und deren Nachbesprechung sei das System von Vorteil. „Der Surgical Recorder erhöht auch nachweislich die Aufmerksamkeit der OP-Crew und die Konzentration auf die einheitlichen Abläufe während der gesamten Operation.“ Erste Ergebnisse zeigen zwar eine gewisse zusätzliche Belastung der Operateure und Anästhesisten, die jedoch nach einer kurzen Eingewöhnung vollständig verschwanden. „In der Summe rechtfertigen die Vorteile des Systems die Kosten in jedem Fall“ , so Gollnick weiter. „Schließlich können wir bei einer fortschreitenden Digitalisierung der Medizin nicht vor der Qualitätssicherung Halt machen.“ . So hat jeder Patient mit dem Surgical Recorder die Möglichkeit, die Daten des Eingriffs nachvollziehen und ggf. von unabhängiger Stelle überprüfen zu lassen.

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