Ohrchirurgen trainieren im „Leipziger Cockpit“

Zum 5.mal in Folge fand in diesen Tagen der IRDC-Training Course „Mittelohrchirurgie“ statt. Mit Teilnehmern aus Saudi-Arabien, Kuwait, Sri-Lanka, Russland, Äthiopien und Deutschland sind wieder HNO-Chirurgen am IRDC und den Partnerkliniken zu Gast.

Zum 5.mal in Folge fand in diesen Tagen der IRDC-Training Course „Mittelohrchirurgie“ statt. Mit Teilnehmern aus Saudi-Arabien, Kuwait, Sri-Lanka, Russland, Äthiopien und Deutschland sind wieder HNO-Chirurgen am IRDC und den Partnerkliniken zu Gast. Operiert wird im chirurgischen Cockpit an der ACQUA Klinik Leipzig (Prof. Dr. Gero Strauß) und der HNO-Uniklinik (Univ.-Prof. Dr. Andreas Dietz). Die Simulator-Übungen finden am IRDC und dem Institut für Anatomie statt. „Inzwischen kommen wir unserem Ziel eines neuartigen Kurskonzepts immer näher. Die Vorträge orientieren sich an unseren Operationshandbüchern und umfassen viele Aspekte der Medizintechnik. Das führt trotz einem gewissen Überangebot an Kursen zu steigendem Interesse, v.a. aus dem Ausland“, so Prof. Gero Strauss, Direktor des IRDC in Leipzig.

Im komplizierten Labyrinth des Felsenbeins sind viele Strukturen zu beachten, hier verlaufen der Gesichtsnerv, der Hörnerv, die große Hirnschlagader in unmittelbarer Nähe zum Innenohr und den winzigen Gehörknöchelchen. In den vergangenen 5 Jahren haben hier moderne Assistenzsysteme Einzug gehalten. Damit kann die verbleibende Distanz zwischen dem Werkzeug des Operateurs und der Risikostruktur bestimmt werden oder der Gesichtsnerv mit einem „Schutzschild“ umgeben werden. Die Folge sind bessere Operationsergebnisse und kürzere Heilungszeiten bei Erkrankungen wie der chronischen Mittelohrentzündung. Technologietreiber sind v.a. Unternehmen aus Deutschland wie KARL STORZ Endoskope oder Inomed für die Nervenstimulation. Auch in Leipzig sind inzwischen junge Unternehmen wie SPI, Phacon oder MGO dabei, eine wichtige Rolle bei der weltweiten Verbreitung softwaregestützter Operationstechniken einzunehmen.

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